Das E-ID-Gesetz (BGEID), über das wir am 7. März abstimmen, ist eine solide und pragmatische Lösung, die am Ende einer 15jährigen politischen Debatte steht. Es ist aber auch die letzte Gelegenheit, die Möglichkeit einer staatlich kontrollierten Login-Lösung in der Schweiz zu behalten.

Die Frage, die sich schlussendlich stellt, ist: Wollen wir künftig selbst über eine schweizerische E-ID bestimmen, oder wollen wir das Feld der Identifizierung im Internet Amazon, Google, Facebook oder Apple überlassen? Je länger wir in der Schweiz keine E-ID haben, desto mehr ist das im Interesse dieser Konzerne. Das sage ich als IT-Unternehmer, der mit diesen Firmen gut zusammenarbeitet und grössten Respekt vor deren Produkten und Angeboten hat.

Aber: Wenn es um die elektronische Identität geht, brauchen wir eine Schweizer Lösung! Das E-ID-Gesetz schafft klare Regeln für Datenschutz und Transparenz. Anbieter sind Schweizer Organisationen, die streng geprüft und regelmässig kontrolliert werden. Und: Die Daten müssen in der Schweiz nach Schweizer Recht gespeichert werden.

Wer hingegen Nein zum E-ID-Gesetz sagt, nimmt mehrere Jahre ohne staatlich anerkannte und geprüfte Schweizer Lösung in Kauf, denn der jahrelange politische Prozess würde von vorne beginnen. Der unregulierte Flickenteppich bliebe bestehen und populäre Lösungen von ausländischen Grossunternehmen würden sich weiter durchsetzen.

Ruedi Noser, Ständerat der FDP ZH / VR Noser Gruppe